Beschützende Werkstätte bleibt weitere 10 Jahre in Kirchhausen
Mindestens 30 zusätzliche Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung
Die Beschützende Werkstätte Heilbronn bleibt weitere zehn Jahre im Gewerbegebiet in Kirchhausen. Für Pfarrer Rainer Hinzen, geschäftsführender Vorstand der Einrichtung für geistig und körperlich Behinderte, ist die jetzt erfolgte Verlängerung des Mietvertrages nicht nur ein Beitrag zur Arbeitsplatzsicherheit. In Kirchhausen soll die Zahl der Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung von derzeit 74 in den nächsten drei bis fünf Jahren auf 100 bis 120 erhöht werden. Hinzen: „Wir erwarten, dass die Zahl der Menschen mit Behinderung wächst. Deshalb müssen wir uns fit machen für die Zukunft.“ Die Größe der Halle reicht für die Erweiterung aus. Auch neue Geschäftsfelder sind in Überlegung.
Die Beschützende Werkstätte Heilbronn war im März 2003 in das Gebäude der ehemaligen Firma Regina Liegen im Gewerbegebiet zwischen Biberach und Kirchhausen eingezogen. Auf 5000 Quadratmetern arbeiten hier 74 Mitarbeiter in der Druckerei und Buchbinderei sowie im Logistikzentrum mit Lagerung, Verpackung und Versand. Zufriedener Kunde ist unter anderem die Stadt Heilbronn, die ihren gesamten Formularbedarf in der Beschützenden Werkstätte herstellen lässt. Der Auftrag war europaweit ausgeschrieben. In der Buchbinderei lassen beispielsweise Studenten ihre Diplomarbeiten, Rechtsanwälte oder Steuerbüros sonstige Dokumente fertig stellen. Ein Kunde in diesem Bereich ist auch der Tip-Verlag der Neckarsulmer Kaufland-Gruppe. Zur Logistik-Tätigkeit für Unilever gehören die Zusammenstellung von Werbeartikel und deren Versand. Das Einschweißen von Versandtaschen oder die Herstellung und Konfektionierung von Papiertischdecken für Biertischgarnituren sind weitere Aufträge, die in der Abteilung Verpackung ausgeführt werden. Für die Beschützende Werkstätte Heilbronn waren nach der Prüfung verschiedener Alternativen die Wachstumsmöglichkeiten für den Verbleib in Kirchhausen ausschlaggebend.
