Baubeginn für Tagesstätte in Heilbronn

Noch besser fördern und betreuen

Grundsteinlegung für die neue TagesstätteKünftig können die Betreuten der Beschützenden Werkstätte auch in Böckingen noch besser gefördert werden. Südlich vom Hauptgebäude wurde zwischen dem Parkplatz und dem Wohnhaus 2 mit dem Bau des neuen Förder- und Betreuungsbereiches begonnen. Am 6. Juli 2007 fand die Grundsteinlegung statt (im Bild von links Margarete Krug, Erste Bürgermeisterin der Stadt Heilbronn, Pfarrer Rainer Hinzen, Vorstand der Beschützenden Werkstätte, Erwin Gaubies, Werkstattrat Beschützende Werkstätte Heilbronn und Bernd Zimmermann, Architekt).

Der Neubau einer Tagesstätte zur Förderung und Betreuung soll die bisherigen beengten Verhältnisse in der Heilbronner Lerchenstraße beenden. Außerdem soll er die Arbeit auf aktuellem räumlichem und technischem Standard ermöglichen. Das heißt: In kleinen Gruppen wird ganz persönlich eine intensive Betreuung durchgeführt. Derzeit werden innerhalb der Beschützenden Werkstätte an sechs Standorten insgesamt 90 Menschen betreut.

Die Hauptziele der Förderung und Betreuung sind die Entwicklung der Persönlichkeit und Kompetenz, soziale Integration, Förderung individueller Lebenszufriedenheit, langfristige Verringerung des Grades der Abhängigkeit von Hilfen und Einbindung in den Arbeitsbereich der Werkstätte für Menschen mit Behinderung.

Die bisherigen Räume der Tagesstätte in der Heilbronner Lerchenstraße sind schon lange zu klein, nicht barrierefrei und nicht auf den Zukunftsbedarf ausgerichtet. Außerdem fehlt die vom Gesetzgeber vorgeschriebene direkte Anbindung an den Arbeitsbereich der Werkstatt.

Das wird mit dem Neubau in der Längelterstraße besser. Pfarrer Rainer Hinzen, geschäftsführender Vorstand der Beschützenden Werkstätte: „Wir sind froh, dass wir nun für Menschen mit hohem Förder- und Betreuungsbedarf in Böckingen ein qualitativ hochwertiges Unterstützungsangebot machen können.“

Heilbronns Erste Bürgermeisterin Margarete Krug freute sich darüber, dass „mit dem Neubau eines Förder- und Betreuungsbereiches das Angebot für Menschen mit Behinderungen in der Stadt Heilbronn ein weiteres Stück vorankommt“. Die Stadt strebe seit der Übernahme von Aufgaben des ehemaligen Landeswohlfahrtsverbandes „eine kooperative und partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Beteiligten“ an. Die Beschützende Werkstätte Heilbronn bringe sich in diesen Weiterentwicklungsprozess zu einem „im Lebensumfeld von behinderten Menschen verankerten Hilfesystem“ intensiv ein: „Wir haben sie als einen zuverlässigen und offenen Partner kennen und schätzen gelernt. Dafür danke ich Ihnen heute von dieser Stelle ausdrücklich.“

Im März 2008 soll das Haus fertig sein. Es bietet in vier Gruppen Platz für 28 Menschen mit Behinderung. Freundliche Räume und der direkte Zugang zum Garten werden neben der Ausstattung mit modernen Geräten die beste Voraussetzung für eine gute Betreuung bieten. Architekt Bernd Zimmermann zum neuen Gebäude: „Es ist gekennzeichnet durch eine einfache, überschaubare Struktur, auf die Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt, verbunden mit einer klaren Formensprache.“ Der Werkstattrat freut sich „über die örtliche Nähe der neuen Tagesstätte zur Werkstatt hier in Böckingen“.

Die Einrichtung ist für die Zukunft geplant. Schon jetzt weiß man: Der Bedarf an Förder- und Betreuungsplätzen steigt weiter. Unter den betreuten Personen sind immer mehr Rollstuhlfahrer und immer mehr Menschen, die wegen ihrer Behinderungsart teure Hilfsmittel benötigen.

Förderverein hilft

Weil die Kosten trotz öffentlicher Zuschüsse nur mit einem erheblichen Eigenanteil finanziert werden können, hilft der Förderverein im Rahmen seines satzungsgemäßen Auftrages. Er hat „Paten-Projekte“, die man für einen bestimmten Spenden-Betrag auswählen kann.
Informationen gibt es unter der Telefonnummer (07131) 4704-113.

Rede von Pfarrer Rainer Hinzen anlässlich der Grundsteinlegung