Starkes Interesse auf der 21. Werkstätten-Messe am neuen Standort Nürnberg

Lernsoftware „capiert“ der Beschützenden Werkstätte holt Preis

Lernsoftware CapiertMit einem Innovations-Preis und ersten Bestellungen für eine neuartige Lernsoftware ist die Beschützende Werkstätte Heilbronn von der Werkstätten-Messe in Nürnberg zurückgekehrt. Beate Haug-Karr, Bereichsleiterin Förderung, Bildung und Soziales: „Wir sind sehr, sehr zufrieden mit dem Messeergebnis.“ 170 Aussteller präsentierten in Nürnberg vier Tage ihr Angebot.

Die Werkstätten-Messe hat sich in den 21 Jahren ihres Bestehens von der reinen Produktmesse zur Leistungsschau gewandelt. Die veranstaltende Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen unterstützt diese Entwicklung mit Innovations-Preisen in den Kategorien Produkt, Bildung und Kooperation. Unter 70 Bewerbern überzeugte die in der Beschützende Werkstätte Heilbronn von Thomas Drautz in Zusammenarbeit mit der Fachagentur Litschi-Soft entwickelte und erprobte Lernsoftware „capiert“ die Jury als vorbildlicher Bildungsbeitrag für die Qualifizierung von Werkstattbeschäftigten.

Pfarrer Rainer Hinzen, geschäftsführender Vorstand der Beschützenden Werkstätte, nahm mit Beate Haug-Karr („Für uns ist das ein Riesenerfolg.“) den Preis in Nürnberg von der bayerischen Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen Christa Stewens entgegen. Er betonte: „Unsere Kompetenz und unsere Erfahrung lassen wir auf diese Weise auch anderen zugute kommen.“ Die Jury beeindruckte der innovative Ansatz, die Einfachheit in der Anwendung, die Übertragbarkeit auf andere Werkstätten und andere Eigenschaften von „capiert“.

Der Preis, der nicht mit Geld verbunden ist, besteht unter anderem aus einer breiten Präsentation der einzigartigen multimedialen Lernsoftware. „capiert“ vermittelt auf optische Weise Wissen rund um den Alltag am Arbeitsplatz. Schon auf der Messe stieß die Heilbronner Neuentwicklung laut Haug-Karr auf eine „Riesen-Nachfrage; der Stand der Beschützenden Werkstätte war ständig stark umlagert.“ Sie ist überzeugt: „Das wird ein Renner.“ Sogar eine Unternehmungsberatung kaufte sofort. Groß war das Interesse auch bei einer Extra-Präsentation und einem Fachvortrag vor 110 Teilnehmern, mit dem Haug-Karr und die Diplom-Psychologin Monika Salomo die entwicklungspsychologischen und technischen Grundideen von „capiert“ darlegten. Das Messestand-Ambiente trug sicherlich zum Erfolg bei. Die Service-Mitarbeiter des von der Landesstiftung geförderten Gastronomie-Lehrgangs in der Beschützenden Werkstätte bewirteten begleitet von Schulungsleiter Florian Witt in ihrem „Messe-Café“ die Standbesucher.

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