Was dürfen wir für Sie tun?
- Berufliche Bildung
- Sozial-Pädagogischer Fachdienst
- Förder- und Betreuungsbereich
- Berufsbildungsbereich
- Ambulanter Berufsbildungsbereich
- Allgemeine Leistungsangebote
- Arbeitsbegleitende Maßnahmen in der Werkstatt
Berufliche Bildung
- Erstellung individueller Lehr- und Lernmaterialen für Menschen mit Behinderung
- Visualisierung von Fachunterlagen, Arbeitsunterweisungen; Arbeitsgängen, Skripten, Arbeitsblättern
- Erstellung von Unterweisungsfilmen und digitalem Hörmaterial (Prüfungsfragen für den Gabelstaplerschein)
- Verschiedene Kursangebote, z.B. Gabelstapler, Bohrmaschine, Drehmaschine, Ergonomie, Computerkurse, etc., Dauer zwei bis vier Tage.
- Unfallverhütungsvorschriften-Koffer (UV-Koffer)
- Erstellung von Lernsoftware, die Menschen mit Behinderung erwachsenengerechtes selbstständiges Lernen ermöglicht
- Erstellung und Durchführung von Workshops, z.B. „UVV in der WfbM“ für Sonderschulen
- Durchführung von Schulungen für neue Arbeitsgebiete: Autopflege, Gastronomie - Helfer mit Abschlusszertifikat der IHK
- Durchführung von Schulungen für andere Werkstätten
Sozial-Pädagogischer Fachdienst
Der Sozial-Pädagogische Fachdienst besteht aus SozialpädagogInnen, SozialarbeiterInnen, HeilpädagogInnen, die sich in erster Linie mit den Anliegen der behinderten Menschen (bei uns „Mitarbeiter“ genannt) in der Werkstatt (WfbM) befassen.
Beratung
Die Tätigkeiten erfordern individuelle Beratung durch geschultes Personal. Da es sich in der Regel um sehr persönliche Angelegenheiten der Menschen mit Behinderungen handelt, werden die Gespräche vertrauensvoll und mit großer Sorgfalt durchgeführt. Oft lassen sich aber Schwierigkeiten nicht allein durch Gespräche mit den Beteiligten in der Werkstatt lösen. Deshalb pflegen die Mitarbeiter des Sozial-Pädagogischen Fachdienstes auch intensive Kontakte zu Eltern und anderen Angehörigen, gesetzlich bestellten Betreuern sowie Mitarbeitern der diversen Anbieter von Wohnangeboten (eigene und externe Einrichtungen).
Die „Hilfe zur Selbsthilfe“ steht dabei im Mittelpunkt der Beratungsarbeit. Die Menschen mit Behinderungen erhalten genau so viel Unterstützung, dass sie ihre Alltagsprobleme nach ihren individuellen Möglichkeiten weitgehend selbstständig lösen können. Die Zusammenarbeit mit den Gruppenleitern der WfbM ist von besonderer Bedeutung, um die alltäglichen kleinen und großen Krisen zu bewältigen. So berät der Sozial-Pädagogische Fachdienst bei akuten Problemen, z.B. Auseinandersetzungen am Arbeitsplatz, seelischen Krisen, Trauerfällen, Depression und Alkoholkonsum.
Der Sozial-Pädagogische Fachdienst sorgt auch dafür, dass Interessierte mit den gewünschten Informationen versorgt werden. Er pflegt Kontakt zu Rehabilitationseinrichtungen, Eltern und Schulen und vermittelt zusammen mit dem Berufsbildungsbereich bzw. Arbeitsbereich Schülerpraktika und Hospitationen in der Werkstatt.
Im Vorfeld der Aufnahme ist eine Zusammenarbeit mit den Rehabilitationsträgern, wie der Agentur für Arbeit und den örtlichen Sozialhilfeträgern, notwendig, da diese als Kostenträger die Maßnahmen in der Werkstatt finanzieren.
Förder- und Betreuungsbereich
- Betreuung durch qualifiziertes Fachpersonal (Heilerziehungspfleger, Erzieher, Heilpädagogen, Krankenschwestern, Ergotherapeuten)
- Schwerstmehrfachbehinderte Menschen werden zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft befähigt und die vorhandenen, bisher erworbenen, Fähigkeiten und Fertigkeiten werden weiter entwickelt. Die Förderangebote spiegeln sich in einem strukturierten Tages- und Wochenplan wider. Die Kontinuität dieser Angebote hat zur Folge, dass die Menschen mit Behinderung ihre Zeit strukturieren lernen, dass sie Abfolgen aufeinander beziehen und dadurch Verlässlichkeit und Sicherheit erfahren.
Die Förderangebote in unserem Bereich umfassen das Lernen in all seinen Formen und ermöglichen dadurch eine sinnerfüllte Tätigkeit:
- Entwicklungsorientiertes Lernen: Motorik, Wahrnehmung / Snoezelen, Sprache, usw.
- Handlungsorientiertes Lernen: Selbstversorgung, soziale Beziehungen, Orientierung in Zeit, usw.
- Fachorientiertes Lernen: Kochen, Werken, Musik, Schwimmen, usw.
- Lebensorientiertes Lernen: persönliche Alltagsgestaltung, Förderpflege
- Betreuung durch qualifiziertes Fachpersonal ( Heilerziehungspfleger, Krankenschwestern,
Ergotherapeuten - Individuelle Betreuung und Förderung schwerstmehrfachbehinderter Menschen insbesondere durch pflegerische, medizinische und therapeutische Maßnahmen sowie gezielte Beschäftigungs- und Arbeitstherapie
- Förderangebote, wie Snoezelen und Klangwasserbett
- Einsatz eines Therapiehundes
- Schwimmen
Berufsbildungsbereich
Qualifiziertes Fachpersonal – HEP mit handwerklicher Ausbildung, Ergotherapeuten mit handwerklicher Ausbildung, Arbeitserzieher
1. Eingangsverfahren ( Dauer 3 Monate)
Ausgangsanalyse wird erstellt durch:
- Projekte unterschiedlicher Anforderungen aus den Fachbereichen: Holz, Metall, Papier, Montage, Verpackung
- Eingangsdiagnostik, Durchführen von Tests zur Feststellung der motorischen Fähigkeiten (MAST) sowie des Entwicklungsalters (Raven, Son-r)
- Ermitteln der Fähigkeiten im kulturtechnischen Bereich sowie der Wahrnehmung
- Erstellen eines individuellen Eingliederungsplanes nach Auswertung des Eingangsverfahrens und Absprache mit dem MitarbeiterL
2. Grundkurs (Dauer 12 Monate)
- Grundschulungen in der Arbeitssicherheit und Arbeitsplatzgestaltung
- Umgang mit dem PC, Einsatz verschiedener, unserem Personkreis angemessener, Lernsoftware (z.B. Suum, Blob, Traeger, Budenberg, „Capiert“)
- Schulungen zur Bedienung von Flurförderfahrzeugen (Hubwagen, Ameise)
- Breites Angebot verschiedener Fachbereiche - standortabhängig (Holz, Metall, Papier, Montage, Gartenbau, Hauswirtschaft, Küche)
- Maschinenkurse für die angebotenen Bereiche
- Lebenspraktischer Bereich (z.B. Mobilitätstraining, Zubereiten von kleinen Gerichten, Frühstück zur Selbstversorgung)
- Angebote zur Erweiterung der Sozialkompetenzen und der allgemeinen Berufstüchtigkeit
- Vorbereitung auf Praktika auf dem „ersten Arbeitsmarkt“, sofern entsprechende Qualifizierung vorhanden ist
3. Aufbaukurs (Dauer 12 Monate)
- Vertiefung und Erweiterung der erlernten Fähigkeiten im Grundkurs durch Praktika in den Arbeitsbereichen der Werkstatt
- Praktika an anderen Standorten der Beschützenden Werkstätte möglich, sofern mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar
- Externe Praktika an ausgelagerten Arbeitsplätzen der Beschützenden Werkstätte in Partnerfirmen oder bei Dienstleistern
- Auswahl des zukünftigen Arbeitsplatzes entsprechend dem Wunsch und den Fähigkeiten des Mitarbeiters
Ambulanter Berufsbildungsbereich
Im Rahmen des „Ambulanten Berufsbildungsbereichs” ist der Mensch mit Behinderung in Betrieben des ersten Arbeitsmarktes beschäftigt und wird intensiv vom Fachpersonal des Berufsbildungsbereiches eingearbeitet und begleitet. Ein wöchentlicher Schulungstag ist fester Bestandteil des Konzeptes.
Allgemeine Leistungsangebote
- Freie Wahl der Einrichtung, sofern mit öffentlichen Verkehrsmittel erreichbar
- 1x jährlich Durchführung einer einwöchigen Freizeitmaßnahme
- Schnupperpraktika in den Berufsbildungsbereichen vor Aufnahme, zur Orientierung
- Workshops mit Schulen aus unserem Einzugsgebiet
- Zertifiziert nach DIN ISO 9001
Arbeitsbegleitende Maßnahmen in der Werkstatt
Sport, Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie und interne Fortbildungsangebote (z.B. Kulturtechniken) sind begleitende Maßnahmen. Sie dienen insgesamt dem Ziel, die soziale Eingliederung, die Persönlichkeitsentwicklung sowie die ganzheitliche Gesundheitsförderung der Beschäftigten zu unterstützen. Dies verbessert und erhält ihre berufliche Leistungsfähigkeit. Zusätzlich zu den täglichen Arbeitsangeboten können die Beschäftigten aus einer Reihe von begleitenden Angeboten während der Arbeitszeit auswählen.
Physiotherapeutische Behandlungen (Krankengymnastik) können nach ärztlicher Verordnung von externen Fachkräften in der Werkstatt durchgeführt werden. Gesprächsgruppen, die jeweils unterschiedliche Themen aus dem beruflichen und persönlichen Alltag der Beschäftigten aufgreifen, werden vom SPF angeboten.
