Nicht: „Es muss etwas geschehen“, sondern: „Ich muss etwas tun.“
Freiwilligentreffen in der Beschützenden Werkstätte Heilbronn
Nicht: „Es muss etwas geschehen“, sondern: „Ich muss etwas tun.“ Diese Worte von Hans Scholl treffen genau darauf zu, was viele Menschen seit nunmehr 40 Jahren mit der Beschützenden Werkstätte Heilbronn verbindet. Sie entstand damals durch „ein bürgerschaftliches Engagement, das zu einer weithin sichtbaren und deutlich spürbaren Verbesserung der Lebensperspektiven von Menschen mit Behinderungen und ihren Familien geführt hat.“ So formulierte es der Vorstand der Beschützenden Werkstätte, Pfarrer Rainer Hinzen in seiner Begrüßungsansprache zum Freiwilligentreffen im Jubiläumsjahr 2007.
Weil er an diesem Nachmittag nicht persönlich teilnehmen konnte, hießen Standortleiter Christof Sanwald und Heinz-Werner Kunius vom Sozial-Pädagogischen Fachdienst die Gäste willkommen. Bei Kaffee und Kuchen, beschwingter Musik der hauseigenen Band ‚Better Than’ und angeregten Gesprächen, verging die Zeit wie im Flug. „Man kennt sich halt,“ schmunzelte eine der fleißigen Mitarbeiterinnen beim Weihnachtsmarkt, bei Tagen der offenen Tür, bei Festen, Freizeit-Angeboten, in der Angehörigenvertretung, in Ausschüssen, überregionalen Verbandsgremien und mehr.
Dazu hatte Pfarrer Rainer Hinzen vermerkt, dass ihn die von Heinz-Werner Kunius zusammengestellte Auflistung der vielfältigen ehrenamtlich geleisteten Arbeit, sehr beeindruckt habe. Ebenso die Zahl der Menschen, die sie erbringen: Etwa 200 Helferinnen und Helfer setzen sich unermüdlich dafür ein, Menschen mit Behinderungen mehr Chancen zur Teilhabe am Arbeits- und am öffentlichen Leben zu schaffen; Ausgrenzung und Barrieren zu verringern, und stattdessen Mitbestimmung und unbehinderte Gemeinschaft zu fördern. „Ihre Freiwilligenarbeit erweitert spürbar die Beteiligungs-Möglichkeiten,“ zitierte Kunius den Vorstand der Beschützenden Werkstätte und sprach allen Anwesenden ein herzliches ‚Dankeschön’ aus; auch jenen, die dieses Mal nicht zum Freiwilligen-Treffen kommen konnten.
Zitat: „Nicht immer ist mehr auch besser, aber im Fall Ihres Einsatzes ist es nun einmal so: Umso besser, je mehr Menschen Ideen, Fähigkeiten und Zeit einbringen.“ Dass das durchaus auch finanzielle Aspekte hat, war später ebenso ein Gesprächsthema wie die Frage, was man in Zukunft noch alles für die Menschen mit Behinderungen, und vor allem mit ihnen gemeinsam tun könnte. Ehrenamtlich, versteht sich.
