Liebevolle Hinwendung zu Menschen mit Behinderung
Goldenes Kronenkreuz der Diakonie für Heinz-Werner Kunius
25 Jahre „Brücken bauen“ in der Beschützenden Werkstätte
Große Ehrung für Heinz-Werner Kunius: Für langjährige verantwortungsvolle Leitungstätigkeiten im Werkstatt- und Wohnbereich sowie beim Sozial-Pädagogischen Fachdienst ist ihm jetzt das Goldene Kronenkreuz verliehen worden. Es ist die höchste Auszeichnung des Diakonischen Werkes.
Heinz-Werner Kunius (links) erhält von Pfarrer Rainer Hinzen das Kronenkreuz der Diakonie verliehen.
„Sie sind ein Aktivposten für die Beschützende Werkstätte“, betonte deren geschäftsführender Vorstand Pfarrer Rainer Hinzen bei der Überreichung. Heinz-Werner Kunius habe sich mit Humor und Bescheidenheit immer für die Menschen mit Behinderung „stark gemacht“: „Sie sind Ihnen eine Herzensangelegenheit.“ Seit 25 Jahren wirkt der 57-Jährige in der Beschützenden Werkstätte Heilbronn.
Das Kronenkreuz ist die höchste Auszeichnung des Diakonischen Werkes.
„Es geht um den Menschen." So beschreibt der staatlich anerkannte Erzieher und Diakon Heinz-Werner Kunius seine Arbeit. Und ergänzt: „Ich will Brücken bauen.“ Das ist ihm an vielen verantwortungsvollen Stellen gelungen. 1982 begann er im Wohnhaus Heilbronn. Als „Hausvater“ wohnt er ab 1983 mit seiner Frau und den zwei Töchtern „mitten drin“. Zehn Jahre später wird er Bereichsleiter für alle Wohnungen in Heilbronn, Schwäbisch Hall, Ingelfingen, Crailsheim und Tempelhof. 1997 überträgt man ihm die pädagogische Leitung mit Zuständigkeit für Wohnhäuser und Werkstätten.
Die Festversammlung bei der Ehrungsfeier.
Je umfangreicher die Aufgaben, desto mehr Raum braucht die Organisation. Heinz-Werner Kunius will aber den Verwaltungs-Zwang nicht über die direkte Arbeit mit den Menschen stellen. Deshalb geht er 2003 auf eigenen Wunsch in den sozial-pädagogischen Fachdienst in der Werkstätte Bad Friedrichshall: „Da ist die Zwischenmenschlichkeit in idealer Form gebündelt.“
Die Werkstätte-Band „Better Than“ spielte ein „Halleluja“ für Heinz-Werner Kunius.
Er betreut den Werkstattrat und die Regionale Arbeitsgemeinschaft der Werkstatträte als wichtige Bindeglieder so „mit Herz und Seele“, dass Heilbronn inzwischen überregional als „Modellfall für die Arbeit der Werkstatträte“ gilt, wie Pfarrer Hinzen betonte. Engagiert sorgt er dafür, dass die Gremien unter anderem beim jährlichen internationalen Tag der Menschen mit Behinderung im Dezember Gewicht bekommen und behalten.
Heinz-Werner Kunius vor der KronenkreuzVerleihung im Weihnachtsgottesdienst in der Barbara-Kirche in Bad Friedrichshall-Kochendorf.
Was ist für Heinz-Werner Kunius besonders wertvoll an den vergangenen 25 Jahren? „Die Fähigkeiten der Menschen zu fördern und zu erleben, wie sie ihre Chancen nutzen.“ Für Pfarrer Hinzen ist Kunius ein „bemerkenswerter Mensch“: „An jedem Platz setzt er sich aus vollem Herzen und mit liebevoller Hinwendung für die Menschen mit Behinderung ein. Er versteht sie.“
Gerhard Schwinghammer
