Barrierefrei in eine bessere Zukunft - Enge Anbindung an den Arbeitsbereich
Beschützende Werkstätte weiht Förder- und Betreuungsbereich Heilbronn ein
Mit dem Neubau des „Förder- und Betreuungsbereiches Heilbronn“ hat die Beschützende Werkstätte einen weiteren Schritt zur erfolgreichen Integration behinderter Menschen getan. In direkter Nachbarschaft zur Werkstatt in Böckingen und damit in engerer Anbindung an den Arbeitsbereich können im barrierefreien Neubau 28 Menschen noch besser betreut und gefördert werden. Damit wird auch den Erwartungen des Gesetzgebers in zeitgemäßer Weise Rechnung getragen.

Funktionaler Stil mit Gefühl: der neue Förder- und Betreuungsbereich in Heilbronn-Böckingen.
Die neue Einrichtung in Heilbronn ist für die Zukunft geplant. Pfarrer Rainer Hinzen, geschäftsführender Vorstand der Beschützenden Werkstätte Heilbronn: „Schon jetzt weiß man: Der Bedarf an Förder- und Betreuungsplätzen steigt stetig an. Unter den betreuten Personen sind immer mehr Rollstuhlfahrer und immer mehr Menschen, die aufgrund ihrer sehr individuellen Behinderungsart aufwändige Hilfsmittel benötigen.“ Mit dem Neubau ist die Beschützende Werkstätte Heilbronn auch in diesem Bereich zukunfts- und ausbaufähig. Er decke aber nur den „dringendsten Bedarf“ ab. Umso wichtiger sei es, dass das Angebot für schwerstbehinderte Menschen mit sehr hohem Unterstützungsbedarf ausgebaut werde. Hinzen appellierte „im Namen der betroffenen Familien“ an die Politik, in diesem Sinne möglichst rasch Entscheidungen zu treffen.
Heilbronns Bürgermeister Harry Mergel würdigte die Beschützende Werkstätte als „zuverlässigen und offenen Partner sowie als engagierten Anwalt der Interessen behinderter Menschen.“ Das neue Haus sei ein „wichtiger Schritt zur Deckung eines qualifizierten Bedarfs“, betonte Dr. Eckart Bohn vom Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg.
Der Neubau der Tagesstätte zur Förderung und Betreuung zwischen dem Parkplatz an der Längelterstraße und dem Wohnhaus 2 beendet die beengten Verhältnisse in der Lerchenstraße. Nach den Plänen des Heilbronner Architektenteams Bernd Zimmermann, Regina Bestle-Zimmermann und Ulrich Drössler bietet er in freundlichen und hellen Räumen mit direktem Zugang zum Garten Platz für 28 zu betreuende Personen. In kleinen Gruppen erfahren sie eine intensive und individuelle Förderung durch ein kompetentes Fachteam. Für das qualitativ hochwertige Unterstützungsangebot stehen moderne Geräte zur Verfügung. Architekt Bernd Zimmermann: „Wir haben ein Haus der Normalität und Autonomie geschaffen.“ Materialien und Farben spielten eine wichtige Rolle.
Insgesamt werden an den sechs Standorten der Beschützenden Werkstätte derzeit 102 Menschen besonders betreut. Hauptziele sind die soziale Integration in Bezugsgruppen, Entwicklung der Persönlichkeit und persönlichen Kompetenz, Förderung individueller Lebenszufriedenheit, langfristige Verringerung des Grades der Abhängigkeit von Hilfen und die (Re-)Integration in den Arbeitsbereich der Werkstätte.Im Förder- und Betreuungsbereich werden im Sinne der Sozialgesetzgebung Menschen mit Behinderung ab 18 Jahren aufgenommen. Aufgrund ihrer körperlichen Schädigung, ihrer geistigen Behinderung oder ihres Sozialverhaltens sind diese Personen in ihrer Lebensführung sehr eingeschränkt. Sie benötigen zur Entfaltung ihrer Persönlichkeit und zur Bewältigung ihres Alltags intensive pädagogische, pflegerische und therapeutische Hilfe.
Der Förderverein der Beschützenden Werkstätte Heilbronn hat im Rahmen seines satzungsgemäßen Auftrages sechs „Paten-Projekte“ entwickelt, über die sich Spender mit unterschiedlichen Beträgen den Förder- und Betreuungsbereich unterstützen konnten. Ein auf dem Weg zum neuen Förder- und Betreuungsbereich eingelassener „Baustein“ erinnert an die gute Tat.

Beate Haug-Karr hat als Bereichsleiterin durch die Einweihungsfeier geführt.

Dr. Eckart Bohn (links) vom Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg: „Das neue Haus ist ein wichtige Schritt zur Deckung eines qualifizierten Bedarfs.“
Heilbronns Bürgermeister Harry Mergel: „Wir schätzen die Beschützende Werkstätte Heilbronn als zuverlässigen und offenen Partner sowie engagierten Anwalt der Interessen behinderter Menschen.“

„Better Than“, die Band der Beschützenden Werkstätte Heilbronn, umrahmte die Einweihungsfeier musikalisch.

Architekt Bernd Zimmermann: „Wir haben ein Haus der Normalität und Autonomie geschaffen.“

Brigitte Kasiske, Vorsitzender der Gesamtangehörigenvertretung: „Ein Bau, der Inklusion in vielfältiger Weise ermöglicht.“

Dekan Otto Friedrich sprach Segensworte für das neue Haus.

Blumen von Pfarrer Rainer Hinzen für Bereichsleiterin Beate Haug-Karr und FuB-Abteilungsleiterin Ulrike Krug.

Festversammlung mit FuB-Abteilungsleiterin Ulrike Krug im Vordergrund.

Sie haben ein neues Zuhause: Die Mehrfachschwerstbehinderten in der Beschützenden Werkstätte Heilbronn. Besucher beim Eröffnungsrundgang.

Die modernen Sanitärbereiche.

Pfarrer Rainer Hinzen mit Heilbronns Bürgermeister Harry Mergel und Dr. Eckart Bohn vom Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg in den neuen Räumen (von rechts).

Viele Spender sorgten über den Förderverein für die Ausstattung des Neubaus. Mit Erinnerungssteinen ist ihre gute Tat am Weg zum Förder- und Betreuungsbereich verewigt.

Der neue Förder- und Betreuungsbereich in Heilbronn-Böckingen zeichnet sich durch eine interessante „Innen-Außen“-Verbindung aus.
Standpunkte: Rede von Pfarrer Hinzen zur Einweihung des Förder- und Betreuungsbereiches der Beschützenden Werkstätte Längelterstraße 193 am 6.6.2008. Mehr..
Daten und Fakten: Neubau des „Förder- und Betreuungsbereiches“ der Beschützenden Werkstätte Heilbronn. Mehr...
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