Tag der offenen Tür in der Beschützenden Werkstätte Ingelfingen

Begegnungsforum mit vielen Informationen

Die Beschützende Werkstätte in Ingelfingen hat sich positiv weiterentwickelt. Das stellte Vorstand Pfarrer i.E. Hans-Christoph Ketelhut beim Tag der offenen Tür fest. Wie im Wohnangebot und im Bereich der Offenen Angebote sei auch in den Werkstätten eine ständige Weiterentwicklung geschehen, betonte Ketelhut. Er begrüßte die guten nachbarschaftlichen Beziehungen zur Bevölkerung und hob die langjährige Zufriedenheit der Kunden hervor. In seiner vom Werkstattchor unter Leitung von Ulrich Dachter musikalisch begleiteten Andacht rief er Stadt und behinderte Menschen zur Gemeinsamkeit auf. Dass 20 Jugendliche der Ingelfinger Stadtkapelle am Nachmittag musikalische Unterhaltung boten, war in diesem Sinne ein gutes Signal. Standortleiter Bernhard Tretter: „Das kam sehr gut an.“


Der Tag der Offenen Tür gestaltete sich als Begegnungsforum für Mitarbeiter, Bewohner und Betreute sowie deren Angehörige, Kunden und Öffentlichkeit. Bernhard Tretter stellte mit Roland Gugu einen weiteren Standortleiter vor. Dieser stellte spontan fest: „Ich bin sehr angetan, dass die Arbeit in der Werkstätte so stark interessiert. Diese Eindrücke haben mich bestärkt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, in die Beschützende Werkstätte zu wechseln.“
Am Nachmittag besuchte der Bundestagsabgeordnete Christian Freiherr von Stetten die Veranstaltung, um sich unter anderem über die Arbeit und den Erfolg der Auslagerung von Konfektion und Elektromontage in das BTI-Gebäude zu informieren.

Einblicke gab es für alle in die unterschiedlichen Werkstattbereiche mit Metallbearbeitung, Industriemontage, Schreinerei, Hauswirtschaft/Küche und das 1995 eröffnete Wohnhaus. 120 Mitarbeiter mit Behinderung sind hier für Hohenloher Firmen wie Bürkert, Würth, BTI, Gebhard, GeMü (Gebrüder Müller) und viele andere beschäftigt. Erst eine Woche zuvor stellten die Beschützende Werkstätte ihre Leistungsfähigkeit auf der Wirtschaftsmesse Hohenlohe in Künzelsau vor.
Spielerisch wurde beim Tag der offenen Tür die Beschützende Werkstätte den Besucher nahe gebracht: Im Berufsbildungsbereich wurden kleine Papierschachteln gebastelt und kreativ gestaltet. Besonderes Interesse weckten die Außerarbeitsplätze.

„Die Hemmschwelle zu einem selbstständigeren Leben abzubauen“, das war das Anliegen von Elke Rösch, Hausleiterin des Wohnhauses Ingelfingen. Dass hier auch Menschen mit Behinderung zeitlich befristet aufgenommen und bedarfsorientiert begleitet werden können, während Familienangehörige wegen Urlaub, Krankheit oder Kur ausfallen, war für einige Besucher neu. Sabine Birkert stellte die Offenen Angebote Künzelsau der Beschützenden Werkstätte wie Außenwohngruppen, Ambulant Betreutes Wohnen, Assistenz bei der Inanspruchnahme eines Persönlichen Budgets, Begleitetes Wohnen in Familien, Familienunterstützende Dienste, Freizeit, Kultur und Bildung sowie Beratung in sozialen, rechtlichen und pädagogischen Fragen vor.

„Hilfe zur Selbsthilfe“ war das Angebot der „LebensWerkstatt", der Förderstiftung der Beschützenden Werkstätte Heilbronn e.V.. Bei der Mitmach-Aktion „Spenden-Stepper" konnten Besucher zugunsten der Finanzierung des Projekts „Spaß bewegt uns“ (Bewegungsangebote für Menschen mit Behinderungen) auf dem Stepper laufen. Zehn Cent pro Trainingsschritt dienen einer guten Sache, weil jeder Euro aus den Stiftungserträgen verdoppelt wird.

 

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