Beschützende Werkstätte: Tag der offenen Tür in Ingelfingen

Hohe Qualitäten beeindruckten

„Guter Besuch und gute Stimmung.“ So bilanzierte Standortleiter Roland Gugu den Tag der offenen Tür am Standort Ingelfingen der Beschützenden Werkstätte Heilbronn. Alle waren beeindruckt von den hohen Qualitäten, die Menschen mit Behinderung an modernen Maschinen produzieren.
Prominentester Besucher war der Ingelfinger Bürgermeister Michael Bauer. Auch er nutzte die Gelegenheit, die Mitarbeiter praktisch bei der Arbeit in den Bereichen Metallbearbeitung, Industriemontage, Elektromontage, Konfektion/Verpackung, Schreinerei und Hauswirtschaft/Küche erleben zu können. Roland Gugu stellte mit Stolz die hochwertigen Arbeitsplätze vor, an denen Menschen mit Behinderung in Ingelfingen souverän modernste Technik bedienen. Die Qualitäten, die dabei entstehen, beweist auch die seit langem bestehende Zertifizierung der Werkstatt. Deshalb sei man auch ein guter Geschäftspartner für Firmen in der Region. In Ingelfingen arbeiten 124 Mitarbeiter mit Behinderung im Werkstattbereich. 16 Personen werden im Berufsbildungsbereich gefördert und sieben sind im Förder- und Betreuungsbereich.
Dass Ingelfingen auch Wohnungen für Menschen mit Behinderung bietet, wurde am Stand der Wohnberatung deutlich. Claudia Lörler erläuterte die für unterschiedliche Ansprüche geeigneten Konzepte im Hohenlohekreis. An Stand „Fundraising“ lud Hans Kahlau mit einem Würfelspiel zur aktiven Unterstützung der Beschützenden Werkstätte zum Beispiel über den Förderverein ein.

Etwas enttäuscht war Gugu, dass trotz umfassender Information an Schulen und Gymnasien, bei Ämtern und Kirchen das Interesse am neuen Bundesfreiwilligendienst und anderen Möglichkeiten wie Freiwilliges Soziales Jahr oder Praktikum nicht allzu groß war. Erfreulich war dagegen, dass die Geschwister-Scholl-Schule mit rund 40 Schülern stark vertreten war. Ein Grund war wohl auch die Schulband „Kocher Rocker“, die eineinhalb Stunden für die musikalische Unterhaltung sorgte. Nach dem normalen Arbeitstag für die Mitarbeiter ging es nach dem gemeinsamen Mittagessen zum gemütlichen Beisammensein über. Da saß man dann mit Besuchern, Angehörigen und Betreuern noch lange bei Kaffee und Kuchen zusammen.

Sascha Wanke ist Mitarbeiter der Beschützenden Werkstätte im Arbeitsbereich Ingelfingen.

Sascha Wanke ist Mitarbeiter der Beschützenden Werkstätte im Arbeitsbereich Ingelfingen.

 

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